TVR PROJECT 7/12
Ein Prototyp, an den sich nur wenige erinnern

Die späten 90er und frühen 2000er Jahre werden von vielen als die goldene Ära des britischen Sportwagenherstellers TVR angesehen, der mit Modellen wie dem Cerbera, Griffith, Tuscan und Sagaris eine ernsthafte Bedrohung für etablierte Supersportwagenmarken wie Ferrari und Lamborghini darstellte.

https://drivetribe.imgix.net/ayMdcB9OTH2YAIp8nGiakw?w=742&h=600&auto=format,compress&fit=crop&crop=facesDer erste, nicht fahrbereite Prototyp des 7/12 auf der British Motor Show 1996

Ende der 90er Jahre beschloss TVR, einen GT1-Rennwagen zu entwickeln, dessen StraĂźenversion als Prototyp auf der British Motor Show 1996 als TVR Project 7/12 vorgestellt wurde (die 7 stand fĂĽr den Hubraum, die 12 fĂĽr die Zylinderzahl).

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Nur zwei Prototypen des Project 7/12 wurden jemals gebaut. Der erste war ein nicht lauffähiges Modell, das auf ersten offiziellen Ausstellungen gezeigt wurde und dann zurück in die TVR-Fabrik in Blackpool ging, wo es aufgegeben wurde. Der zweite war ein weiterentwickeltes Modell, das mit eigens gefertigten Teilen aufgebaut wurde, dem aber der Motor fehlte.

https://drivetribe.imgix.net/XaAw7SMTRkOTXaC4BGboUA?w=742&h=512&auto=format,compress&fit=crop&crop=facesDer 1. Prototyp des 7/12 zeichnete sich durch eine fehlende Innenausstattung und einen riesigen HeckflĂĽgel aus.

Der Speed 12 (wie er auch genannt wurde) hatte ein sehr aggressives Design mit großen Lufteinlässen, einer langen Motorhaube, einem riesigen Heckflügel, O.Z.-Rädern und einer auffälligen lilafarbenen Metallic-Lackierung, aber natürlich war das Aussehen nur die Hälfte dessen, was das Project 7/12 ausmachte.

https://drivetribe.imgix.net/WTQQTaI5RW2siswcgWf8rA?w=742&h=557&auto=format,compress&fit=crop&crop=facesDer 2. Prototyp des 7/12 war nun kompletter, es fehlte lediglich der Motor und auf den monströsen Heckflügel wurde verzichtet

Unter der langen Motorhaube saß ein gewaltiger 7,3-Liter-V12-Motor mit einer Leistung von über 600 PS, der in Verbindung mit dem geringen Gewicht von nur 1.100 kg den Eindruck erweckte, ein echter McLaren F1-Killer zu sein. Der geschätzte Preis für den Speed 12 lag bei etwa 214.000 Dollar, obwohl das Auto leider nie in Produktion ging. Im Laufe seiner Entwicklung wurde aus dem Project 7/12 der bekanntere Cerbera Speed 12 und der 7/12 selbst verschwand.

https://drivetribe.imgix.net/KfX9MeV6S8K_uqICO92cUg?w=742&h=458&auto=format,compress&fit=crop&crop=facesDie Heckpartie des 2. Prototyps

Der Cerbera Speed 12, die endgültige Version des Project 7/12, wurde in der GT1-Meisterschaft eingesetzt, aber nach nur einer Handvoll Rennen zwang eine abrupte Änderung des Reglements TVR den Wagen für die britische GT2-Meisterschaft zu modifizieren, wo er mehrere Siege errang, allerdings auch Probleme mit der Zuverlässigkeit aufwies.

Eine straĂźentaugliche Version des Cerbera Speed 12 ging nie in Produktion, da der damalige TVR-Präsident Peter Wheeler sie fĂĽr „zu wild“ hielt. Viele erinnern sich an den Cerbera Speed 12 wegen seiner unglaublichen Leistungsdaten und seiner Geschichte, aber nur wenige kennen den Prototyp, aus dem er hervorging – das TVR-Projekt 7/12.

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Das zweite Modell wurde später in einen voll funktionsfähigen GT1-Rennwagen umgewandelt, der als TVR Cerbera Racer bekannt wurde. Der Motor des Racers war ein 7,7-Liter-V12-Motor mit 48 Ventilen und Trockensumpfschmierung, der aus Stahl und nicht aus Aluminium oder Gusseisen gefertigt war und 800 PS und 650 lb-ft bei 5750 U/min leistete und eine Höchstgeschwindigkeit von 245 Meilen pro Stunde erreichte. Das Getriebe war ein 6-Gang-Hollinger-Schaltgetriebe und die Karosserie bestand aus Kohlefaser über einem Stahlrohrchassis.

https://drivetribe.imgix.net/eP9znIgWT6i-r-gN4gKZLg?w=742&h=510&auto=format,compress&fit=crop&crop=facesDer TVR Cerbera Racer

Nach der Ă„nderung des Reglements der GT1-Meisterschaft wurde der Motor des Cerbera Racer fĂĽr den GT2 Cerbera Speed 12 wiederverwendet.

Berühmtheit errang das TVR Project 7/12 nur in der Gamer-Szene, denn er war in mehreren Videospielen aus den späten 90er Jahren zu sehen: Test Drive 4 (1997), Test Drive 5 (1998), TOCA 2 Touring Cars (1998), Test Drive 6 (1999), Gran Turismo 2 (1999), World Driver Championship (1999) und Sega GT (2000).

Quelle: drivetribe.com

 

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