TVR Car Club Deutschland (TVRCCD) - der deutsche Markenclub der britischen Sportwagenschmiede TVR ist ein Zusammenschluss von Besitzern, ehemaligen Haltern und Freunden von Sportwagen der Marke TVR zur Wahrung der sportlichen, technischen, touristischen und allen weiteren, mit der Fahrzeugmarke TVR zusammenhaengenden Interessen. TVR Chimaera TVR Griffith TVR Tuscan TVR Sagaris TVR T350 TVR Cerbera TVR Tamora TVR V8S TVR S-Serie TVR S4C TVR S3C TVR 350i TVR Wedge TVR Tasmin TVR Grantura TVR Vixen TVR M-Serie TVR 3000M TVR 2500M TVR 1600M Rover V8 Speed Six Speed6 SpeedSix AJP SpeedEight AJP8 Taraka TVR Youngtimer TVR Manual TVR Oldtimer TVR Model TVR Modelle TVR Motoren TVR News TVR Cars TVR Parts TVR Service Knowledgebase TVRCCD TVR DLT OGP TVR Deutschlandtreffen Der TVR 3000S | TVR Car Club Deutschland

Der TVR 3000S

Der TVR 3000S – mechanisch entspricht der 3000S fast dem CoupĂ© 3000M und dem KombicoupĂ© Taimar. Fahrwerk, Motor, Getriebe, RadaufhĂ€ngung, Bremsen und Differenzial haben die drei Modelle gemein. Eine Teil der Innenausstattung und fast alle Karosserieteile wurden aber fĂŒr den 3000S neu konstruiert.

Viele Komponenten des Wagens (wie Positionsleuchten, Bremsen, Scharniere, VerschlĂŒsse etc.) stammen von Fahrzeugen anderer Hersteller, nur Chassis und Karosserie werden von TVR gefertigt.

Aufgrund der manuellen Kleinserienfertigung bei TVR gibt es viele kleine Variationen zwischen den einzelnen Fahrzeugen des gleichen Modells, die grĂ¶ĂŸtenteils nicht dokumentiert sind. Dies ist auf die unterschiedliche VerfĂŒgbarkeit der Teile zurĂŒckzufĂŒhren (zum Beispiel gibt es nur bei einem kleinen Teil der letzten 3000S-Fahrzeuge eine Kartenleseleuchte, die im Scheibenrahmen montiert ist).

Innenraum

Fahrer und Beifahrer sitzen sehr niedrig beiderseits eines hohen Kardantunnels. Mit Vinyl ĂŒberzogener Weichschaum bedeckt die meisten OberflĂ€chen, zum Beispiel die Mittelkonsole, das Armaturenbrett und den Kofferraum.

Als man die frĂŒhere Konstruktion der TVR-M-Serie fĂŒr den 3000S anpasste, ersetzte man die Windschutzscheibe des Ford Consul gegen eine andere Scheibe mit niedrigerer Basis. Dies bedingte ein Neuarrangement der Anzeigeinstrumente, wodurch der Tachometer und der WegstreckenzĂ€hler beiderseits des Mitteltunnels landeten.

Die Schaumstoffpolsterung der Sitze neigt mit zunehmendem Alter zum Faltenwurf und zum Reißen, was einige KĂ€ufer dazu veranlasste, geeignete Sitze aus dem Zubehör einzubauen. Die meisten Sitze aus dem Zubehör passen nicht in die GFK-Karosserie, nur besonders niedrige und schmale Exemplare (wie zum Beispiel die des Pontiac Fiero (1984–1988)) können eingesetzt werden.

Karosserie

Die GFK-Karosserie erscheint denen der frĂŒheren M-Serie Ă€hnlich, aber alle Teile ab den vorderen KotflĂŒgel sind neu konstruiert, um dem Verdeck, den versenkbaren Seitenfenstern und dem Kofferraumdeckel Rechnung zu tragen. Die TĂŒren wurden im Stil eines klassischen Roadsters oben gekĂŒrzt. Alle Autos erhielten StoßfĂ€nger, die mit schwarzem Gummi ĂŒberzogen waren, da die verchromten StoßfĂ€nger der M-Serie nicht mehr hergestellt wurden.

Die LĂŒftungsöffnungen, die zuerst im 2500M auftauchten, verschwanden wieder, da der Ford-Essex-Motor weniger als der vorher eingesetzte Reihensechszylinder von Triumph zum Überhitzen neigte.

Antrieb

Der 3000S wird von einem vergaserbestĂŒckten V6-Motor der Ford-Essex-Serie angetrieben. Die Motorkraft wird ĂŒber ein Ford-Vierganggetriebe an die HinterrĂ€der weitergeleitet. Mit dem Weber-Doppelchoke-Vergaser, Typ 38 DGAS und einer Kompression von 8,9:1 lieferte der Motor eine Leistung von 142 bhp (104 kW) bei 5000 min−1 und ein Drehmoment von 235 Nm bei 3000 min−1. Sein Hubraum betrĂ€gt 2994 cmÂł mit einer Bohrung von 93,6 m und einem Hub von 72,4 mm. Damit das Fahrzeug die US-Emissionsvorschriften erfĂŒllte, war der Motor mit Falschlufteinspritzung (AIR), AbgasrĂŒckfĂŒhrung (EGR) und einem Katalysator ausgestattet.

Die Motorkraft wird ĂŒber eine Einscheibentrockenkupplung mit 241 mm Durchmesser auf das Vierganggetriebe und dann zum Jaguar/Salisbury-Differenzial an der Hinterachse weitergeleitet.

Chassis

FĂŒr den 3000S setzte TVR den gleichen Zentralrohrrahmen ein wie bei den Fahrzeugen der M-Serie. Er war wesentlich lĂ€nger und steifer als der frĂŒherer TVR-Modelle, zum Beispiel des Vixen. Alle vier RĂ€der waren einzeln an ungleich langen Querlenkern aufgehĂ€ngt. Die Wagen besaßen eine Zahnstangenlenkung.

RĂ€der

Der 3000S hatte besondere TVR-“T-Slot”-Alufelgen 6JK x 14 mit Radialreifen 185 R14 H.

Turbo und Turbo SE

Von den 258 StĂŒck 3000S stellte TVR 13 Fahrzeuge mit Turbolader her, die eine Höchstleistung von 230 bhp (169 kW) bei 5500 min−1 hatten und ein höchstes Drehmoment von 370 Nm bei 3500 min−1. Diese Wagen erreichten 100 km/h in 5,5 s aus dem Stand und hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h.

Eines dieser Autos, der TVR 3000S Turbo SE, war ein EinzelstĂŒck mit schimmernden RadlĂ€ufen, großen Compromotive-Alufelgen mit geteiltem Felgenhorn, Lederausstattung innen, einem Sperrdifferenzial und einem ĂŒberarbeiteten Armaturenbrett. Es gehörte ursprĂŒnglich Martin Lilley selbst.

Motor: Ford Essex V6, 2994 ccm
Leistung: 142 PS (bei 5500/min)
Drehmoment: 235 Nm (bei 3000/min)
Gewicht: 1020 KG
0-100 km/h: 7,5 s
Vmax: 201 km/h
Produktionszeit: 1978 bis 1979
StĂŒckzahl: 258 davon 67 als Linkslenker